Anfang
Brigitte
Radtouren
BtMG
StPO
Ausbildung
Mongolei
Felix Joach.
Mail
Thüringen

Thüringen-Radtour August 2005: Weimar-Oberhof-Eisenach

Montag, 15. 8. 056  72km

In Weimar beginnen wir mit unserer Tour auf dem Ilmtal-Radweg, dem wir den ganzen Tag folgen. Schon bald bringt uns eine echte Umleitung für Radler in Schwierigkeiten, bis wir wieder auf festem Untergrund sind. Die Gegend wird immer menschenleerer. Wir fahren an Bad Berka vorbei Richtung Stadt Ilm, das wir auch umfahren. Unterwegs könnten wir eine ganze Ziegelei samt geräumigem Wohnhaus für 50 000 € erwerben. Vieles entlang des Wegs ist Industrieruine oder sonst recht ärmlich. Da es in den letzten Wochen viel geregnet hat, sind die gesandeten Wege samt Schlamm und Pfützen nicht immer leicht zu navigieren.  5km vor Ilmenau holt uns doch noch das schlechte Wetter ein. Es gießt. Aber die Dame vom GPS gleitet uns sicher zum „Hotel Tanne“, einem modernen, angenehmen Haus. Wir machen Pause bis






 7 Uhr, schauen uns dann trotz knurrender Mägen noch den recht schmucken Ort an und essen schließlich im Hotel sehr ordentlich, samt Rotwein aus der Saale-Gegend.

 

 

Dienstag, 16. 8. 05 (42 km)

Draußen ist es immer noch stark bewölkt. Wir stehen vor einem riesigen Frühstücksbuffet und wissen vor lauter Profit nicht, wo anfangen. Der Radweg ab Ilmenau ist schnell gefunden und nicht unangenehm. Wir fassen Essen zu Vorkriegspreisen und plauschen mit einem 86jährigen Touristen aus NRW. Stetig geht es weiter bergan, ohne richtig mühsam zu werden. Die Ilm wird immer weniger und verschwindet bei Allzunah ganz. Wir biegen auf den Rennsteig-Radweg ein. Er folgt kurz der Straße und wird bald ländlich. Die Oberfläche macht Sue zu schaffen, deshalb folgen wir eine Weile der gar nicht so befahrenen Hauptstraße. Es ist immer noch kalt und der blaue Himmel nur bei Wolkenlücken als solcher erkennbar. Wir sind ja auch ganz schön weit oben - 942m ist Tagesbestleistung.  Oberhof kommt schneller als geplant. In unser „Sporthotel“ finden wir

über die Hinter tür mit Verrenkungen und Blessuren. Der Chef an der Rezeption ist aber echt nett und hilft uns, die Räder sicher zu verstauen. Er gibt uns auch Tipps für einen Spaziergang, den wir mangels sonstiger Auslastung in Angriff nehmen. Unser Weg endet abrupt an einer Gartenwirtschaft, wo wir uns einen Nachmittagsimbiss gönnen. Auf Umwegen und quer durchs Gehölz geht es dann nach Oberhof zurück. Wir kaufen ein, hocken faul im Kurpark und sehen gespannt dem Abendessen entgegen.

 

Mittwoch, 17. 8. 05  40km

Heute ist der Tag, an dem der Sommer zurückkommen soll, aber erst einmal zeigt sich der Himmel wolkenverhangen. Wir frühstücken ausgezeichnet und schauen der Bundesligahoffnung beim Fußball zu. Bis wir unsere Räder gesattelt und gespornt haben, ist der Himmel blau., aber die Temperaturen frostig. Wir fahren nochmal zum örtlichen Einkaufszentrum und fassen beim Fleischer Proviant. Es ist so kalt, dass Anoraks angesagt sind. Obwohl wir steigen, bleibt es frostig. Wir fahren weiter auf dem Rennsteig-Radweg, auf Ziehwegen der örtlichen Forstwirtschaft, die zwar geteert, aber löchrig sind. Es geht tüchtig auf und ab, an Radfahrerausspannen vorbei. Nach etwa der Hälfte der Strecke verlässt uns die Teerdecke und es wird sehr naturbelassen. Sue und ich schieben die tief gefurchten Steigungen. Mick und Jupp fahren tapfer Zickzack. Wir packen zwar insgesamt nur 40km bis zu unserem Ziel Brotterode, aber jeder einzelne davon ist hart erkämpft. Im „Haus am Rennsteig“ wissen sie nichts von unserer Buchung, haben

aber trotzdem ein Zimmer für uns und ein Appartement für Mick und Sue.  Obwohl wir alle reichlich erschöpft sind, klettern wir noch auf den Inselberg, der zwar 914m hoch ist, aber das ist nichts gegen die 942 von gestern. Jetzt merken wir erst, wieviel wir gestiegen sind. Denn vom Inselberg sehen wir ganz Thüringen unter uns liegen. Wir essen sehr gut in unserem Gasthof und fallen todmüde ins Bett.

Donnerstag, 18. 8. 05 (40 km)

Heute ist es zum ersten Mal auch früh schon richtig warm. Bei strahlender Sonne gehen wir zum Frühstück und starten nach kleineren Einstellarbeiten an der Schaltung. Mick probiert die Sommerrodelbahn aus, bleibt aber stehen, weil er zu viel bremst.

Die Radwegoberfläche bleibt schwierig. Wir stopseln über Schlaglöcher und Treibsand hinweg nach Norden. Bis Mittag haben wir gerade einmal 20km geschafft. Im „Hubertushof“ nehmen wir einen recht umfangreichen Snack zu uns, verfolgt vom Bellen eines neurotischen Köters. Mit prächtigen Ausblicken auf das Thüringer Land glänzt das Ende des Rennsteig-Radwegs. Ganz am Ende fahren wir ihn aber gar nicht, sondern biegen vorher noch rechts auf einen - noch schauerlicheren - Weg ein, der uns direkt nach Eisenach führt.

Vom Burschenschaftsdenkmal brechen wir (nach ausgiebigem Rasten) etwa um halb vier Uhr in die Stadt herunter. Navigationsgeführt finden wir auch das „Hotel am Bachhaus“ problemlos, mitten im Zentrum und doch halbwegs ruhig. Es hält uns nichts im Haus, so brechen wir gleich wieder zum Stadtrundgang auf.  In der Stadt ist es fast italienisch warm und deswegen muss erst ein Eis her.  Die Kultur folgt gemessenen Schrittes und um halb acht haben wir uns ein Abendessen verdient - beim Italiener natürlich.

 

Die Orte, Radwege und Hotels

1. Tag

Weimar

Ilmenau

Ilm-Radweg

Hotel Tanne, Lindenstr. 38,
036776590 (85 €*)

2. Tag

Ilmenau

Oberhof

Ilm-Radweg

Sporthotel, Am Harzwald 1,
0368422860 (81 €*)

3. Tag.

Oberhof

Brotterode

Rennsteig-Radweg

Haus am Reitstein,
036840324 94 (45 €*)

4. Tag.

Brotterode

Eisenach

Rennsteig-Radweg

Hotel am Bachhaus,
Marienstr. 7, 03691204700 (70 €*)

* Preis für zwei Personen im Doppelzimmer inkl. Frühstück

[Anfang] [Brigitte] [Radtouren] [BtMG] [StPO] [Ausbildung] [Mongolei] [Felix Joach.] [Mail]