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Nahe-Mosel
  1. Meddersheim - Bingen - Meddersheim  100km

    Alle zögern das Frühstück etwas hinaus. Die erste Probetour steht im Raum.
    Früh ist es schon heiß. Wir verlassen Meddersheim auf gut ausgeschildertem Radweg, der uns nahtlos an allen bedeutenden Kläranlagen der Region vorbeiführt. Kurz hinter Bad Sobernheim bewundern wir Draisinen für den Privatgebrauch, in Bad Münster am Stein die Salzwasserverdunstungsanlagen. Bad Kreuznach gönnen wir nur einen kurzen Blick, dann geht es weiter nach Bingen. Dort legen wir in einem - dem ersten erkennbaren - Wirtshaus die Mittagspause ein und finden, dass wir es gut getroffen haben. Nach dem Mittagessen tut sich im Westen Finsternis auf  und wir starten - nach oberflächlichem Blick auf die örtlichen Sehenswürdigkeiten - durch zum geordneten Rückzug. Der wird schon vor Bad Kreuznach nass, was uns aber nicht hindert, dort ein Eis einzunehmen. Auf dem Weg heim erwischt es uns mehrfach feucht, aber nie ernst genug, um den Anorak herauszuholen. Der ist dann beim Fußweg zum Abendessen (bei einem Italiener namens Tedesco) gefragt. Selbiges ist gut und verpasst die nötige Bettschwere.

  2. Meddersheim - Bostalsee

    Es hat die ganze Nacht geregnet. Beim Blick aus dem Fenster können wir nicht einmal die Hügel gegenüber erkennen. Verzweiflung macht sich breit, gemildert nur durch das hervorragende Frühstück. Um halb zehn Uhr lässt der Regen nach, im Westen zeigen sich die ersten Wolkenlücken. Kurz danach überwiegen schon die blauen Stellen am Himmel. Wir fahren los; erst über die sanften Hügel um Meddersheim, dann Richtung Kirn, das uns seine gesamten Industrieanlagen, Schnellstraßen und Kläranlagen zeigt. Auch ein wahrhaft imposantes Bergwerk - Zementwerk dürfen wir erfahren. Ähnlich romantisch geht es weiter nach Idar-Oberstein. Es ist wieder heiß und sonnig. Wir suchen Schatten und Verpflegung in der Fußgängerzone und essen überraschend gut. Weiter geht es an Gewerbegebieten vorbei. Offensichtlich hat niemand mehr Lust, den Naheradweg zu Ende zu bringen. Plötzlich finden wir uns im Saarland wieder, es geht auf und ab auf aufgeweichten Radwegen an der Autobahn entlang.
    Schließlich erreichen wir erschöpft den Bostalsee und glauben uns gerettet. Es ist immerhin schon 6 Uhr. Aber die Saarländer wollen schon ein paar Mountainbike-Strecken anbieten , und so nähern wir uns dem "Hotel Merker" in Bosen in konzentrischen Kreisen. Unser Hotelzimmer ist nicht gerade groß; na ja, das Saarland ist ja auch das kleinste Bundesland. Wir marschieren zurück zum Bostalsee zu einem gigantischen Biergarten, wo es zwar wenig zu essen, aber Paulander Bier gibt. Fröstelnd und zufrieden wanken wir heimwärts.
     
  3. Bostalsee - Trier

    Die Wirtin verrät uns noch rasch einen Abschneider und dann geht es los: Leichte Strecken muss man sich verdienen, also keuchen wir 90 Höhenmeter began. Es geht viel bergab, doch die verkehrsfreien Waldwege kosten ihre Zeit. Schneller geht es dann auf einer - für den restlichen Verkehr gesperrten - Landstraße. Das Wetter hat sich inzwischen umgestellt, dunkle Wolken sind aufgezogen. Als wir vor dem Bahnhof Mettlach stehen, beginnt der Regen. Fünf Minuten später läuft der Zug ein. Recht bequem besichtigen wir auf diese Weise den Saar-Radweg. In Trier gießt es bei der Ankunft. Kaum haben wir die Anoraks an, ist das Gewitter vorbei. Durch dichten Verkehr mogeln wir uns unserem Hotel entgegen - ruhig gelegen und passable Zimmer.
    Nach kurzer Verschnaufpause fahren wir mit dem Bus, bei wiederum strömendem Regen, in die Stadt und tun so, als wollten wir besichtigen. Natürlich hört der Regen auf, so wir den Bus verlassen. Abendessen im Haus: Sehr vornehm, ordentlich teuer, aber wohlschmeckend.







  4. Trier - Kyllburg

    So richtig überzeugend sieht das Wetter beim Start nicht aus, aber so war ja auch die Vorhersage. Wir kommen gut aus Trier heraus und finden den Moselradweg, der uns ein paar Kilometer flussabwärts bringt. Schon bei Pfalzel setzt Nieselregen ein, ab Ehwang ist es ernst. Wir strampeln unverdrossen auf schönem Radweg. Bevor es unerträglich wird, kommt die Sonne heraus.
    Es geht sanft, aber beständig bergan. Das Kylltal wird immer enger; leider sind keine Wirtshäuser im Angebot. So behelfen wir uns mit der letzten Notration und finden kurz darauf natürlich ein Gasthaus, dessen Wirt mürrisch das Schafkopfen unterbricht. Die verbleibenden 10km haben es in sich, lassen sich aber auch bewältigen. Am Ortseingang von Kyllburg steht unser Hotel, das ein wenig altmodisch wirkt. Nach der Säuberung finden wir im Ort eine schöne Kirche und eine anmutig verfallende Burg. Das Abendessen im Hotel ist o.k. Der danach kommende Wein ebenfalls.

  5. Kyllburg - Schalkenmehren

    Der Nebel lichtet sich und es ist sehr, sehr bergig. Auf jede Abfahrt folgt sofort ein Aufstieg; gerade Strecken sind nicht dabei. Mittags finden wir diesmal einen lauschigen Wirtshausgarten in Bettenfeld. Von da geht es weiter nach Manderscheid , dort in die Tiefe, wo völlig nutzlos eine Burg herumsteht. Ein neuer langer Anstieg und wir sind an einem Platz , der Manderscheid-Bahnhof heißt, aber keine Bahn hat. Wie wir richtig vermuten, war die Bahn früher da; an ihrer Stelle ist nun ein Traum von einem Radweg. Auf ihm kommen wir nahezu mühelos an unser Ziel - Schalkenmehren. Im Wellness-Hotel fühlen wir uns gleich wohl und kämpfen uns durch den etwas geschrumpften Pool.

     
  6. Schalkenmehren -  Brauneberg

    Im "Landhotel Michels" gibt es ein fantastisches Frühstück, sogar die Eier sind weich gekocht. Aber der Wetterbericht verheißt nichts Gutes: Gewitter ab mittags. Zum Glück geht es 50km nur bergab auf dem Maare-Mosel-Radweg, der auf der aufgelassenen Bahnstrecke mit allen Schikanen, vor allem aber geteert eingerichtet wurde. Wir fahren über ein Viadukt und durch drei Tunnel, einer davon ist über 500m lang. Es geht natürlich schnell voran. Um 12 Uhr fassen wir in Wittlich Kaffee und Kuchen. Auch alle Einkäufe wickeln wir erfolgreich ab, dann weiter auf unserem Luxusradweg.
    Im Nu sind wir an der Mosel und schon kurz vor vier Uhr im "Brauneberger Hof", einem echten Luxusquartier mit Glyzinien am Balkon.









  7. Brauneberg - Rhaunen

    Gleich hinter Brauneberg steigen wir in 8 Serpentinen nach Veldenz auf. Es zieht sich zwar ziemlich hin, aber ein großartiger Ausblick auf die Moselhänge entschädigt uns. Und wir konnten im Schatten aufsteigen. Wir denken schon, wir hätten es geschafft, da wartet der nächste, mit Antenne auf der Spitze, der Haardtberg; und der ist wirklich steil. Von dort geht es bergab, aber auf "rough track". Wir sind auf einer Art Hochebene und sehen bis in die Eifel.
    Jetzt suchen wir den Mosel-Hunsrück-Nahe-Radweg, den wir, schlecht ausgeschildert, bei Morsbach finden. Die Mägen fangen an zu knurren, aber wir fahren auf gesandeten Wegen weiter nach Bischofsdrohn, wo die "alte Post" überraschend feines Mittagessen anbietet. Wir fahren weiter, ziemlich stressfrei, am Schluss sogar, abweichend von der Radroute, auf kaum befahrener Bundesstraße nach Rhaunen. Ein an steilem Hang gelegener Ort mit schiefergedeckten Häusern. Wieder steiler Anstieg zur "Pension Scherer", in der wir eine Art Ferienwohnung bekommen. Eine Rast haben wir uns heute wirklich verdient, aber um sechs Uhr treibt uns der Hunger (nicht wirklich) in den Ort. Wir finden einen Italiener, der Ruhetag hat, einen Jugoslawen und einen Chinesen, bei dem wir schließlich landen und ungeheure Berge von Essen bewältigen müssen. Beim Heimweg droht schon das Gewitter, aber es dauert noch fast eine Stunde, bis es da ist. .

  8. Rhaunen - Meddersheim

    Dass der  Hunsrück gebirgig ist, wird uns allen bald klar, aber wir kämpfen uns tapfer durch bis Kirn, wo wir uns direkt neben dem Marktbrunnen zum Mittagessen niederlassen, auf das wir ziemlich lange warten müssen. Dramatische Wolkengebilde machen die Wartezeit spannend. Als das Essen endlich kommt, fängt es an zu regnen, aber nur ein paar Tropfen.
    Das Stück ab Kirn kennen wir schon. Wir segeln mit kräftigem Rückenwind dahin und sind schon um 3 Uhr in Meddersheim. 48 gefahrene Kilometer. Insgesamt verfehlen wir knapp die 500km. Herr Biller begrüßt uns freundlich und wir beziehen wieder unsere großzügige Wohnung. Am Abend laufen wir mal eben schnell 5 km den Berg hinauf und haben einen weiten Blick über Nahetal und -hügel. Beim "Tedesco" gibt es reichlich Italienisches und anschließend laden wir zum Umtrunk auf unseren Balkon. 


Links zu Orten, Radwegen und Unterkünften

Radweg

km

Zielort

Unterkunft

Nahe-Radweg

100

Bingen (und zurück)

Gästehaus Biller Kirschrother Strasse 33 55566 Meddersheim
Telefon : 06751-2172 Fax : 06751-856762 (46 €) - großzügige Zimmer, hervorragendes Frühstück und ein wirklich gutes Preis-Leistungsverhältnis

Start der eigentlichen Tour

Meddersheim

Nahe-Radweg

80

Bosen

Merkers Bostal-Hotel Bostalstraße 46   66625 Bosen
Telefon: 06852-90240 Telefax: 06852-548 (60 €)

Örtliche Radwege und
Saar-Radweg

100

Trier

Weinhaus Becker, Olewiger Str. 206, 54295 Trier,
Tel.: 0651-938080 (85 €)

Kyll-Radweg

60

Kyllburg

Hotel Haus Wehrbüsch, 54655 Kyllburg, Wilseckerstrasse 16,
Telefon: 06563-2666, Telefax: 06563-2271 (55 €)

Örtliche Radwege

50

Daun

Landidyll Michels Sankt-Martin-Straße 954552 Schalkenmehren
Telefon: 065 92/928-0 Telefax: 065 92/928-160 (100 €)

Maare-Mosel-Radweg

60

Brauneberg

Brauneberger Hof Moselweinstraße 136 54472 Brauneberg/Mosel, Tel.: 06534/1400 Fax: 06534/1401
(78 €)

Nahe-Hunsrück-Radroute

55

Rhaunen

Pension Scherer, Waldstraße 10,  55624 Rhaunen,
Tel.: 06544 / 483; Fax: 06544 / 991763 (60 €/2 p)

Nahe-Hunsrück-Radroute,
Nahe-Radweg

55

Meddersheim

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